Alle Tweets, Fotos und Videos zur Redaktionskonferenz im Storify-Blog

Die bpb-Redaktionskonferenz „Wahlberichterstattung besser gemacht!“ wurde mit Hilfe des Tools „Storify“ mit allen Tweets, mit Fotos, Videos, Hintergrundinfos und weiterführenden Links zur Veranstaltung Liveblog bpb-Redaktionskonferenz Tutzing 2013

Liveblog bpb-Redaktionskonferenz Tutzing 2013

Was kann Storify?

Auf Rückfrage bei der Redaktionskonferenz in Tutzing stellte sich heraus: Noch nicht alle Kollegen kennen diese praktischen kleinen Hilfsmittel wie Kuratierungsdienste im Netz. Ich möchte Storify daher hier etwas näher vorstellen.

Bereits vor einem Jahr hat die Journalistin Sonja Kaute in ihrem Blog „Stift & Blog“ die Vorteile des Onlinetools  beschrieben. Die freie Journalistin  bloggt über die Digitalisierung, den Medienwandel und stellt hilfreiche Werkzeuge im Netz für Journalisten vor.

„Storify gehört zu den Online-Werkzeugen, die im vergangenen Jahr (sie meinte damit 2011) in Redaktionen deutlich an Bedeutung gewonnen haben. Mit Storify lassen sich Inhalte aus sozialen Netzwerken wie  zum Beispiel  You Tube, Flickr, Facebook und Twitter sammeln, neu zusammenstellen und ansprechend präsentieren – kurz gesagt: Der Journalist wird zum Kurator.“

Was Storify alles kann: Sonja Kaute hat es hier in einer Liste mit acht Storify-Typen zusammen gestellt.

Erfahrungen bei der Rhein-Zeitung und den Westfälischen Nachrichten

Neben Storify gibt es noch eine ganze Reihe anderer Mikroblogingdienste, die sich zu diesem Zweck eignen (siehe auch den Artikel von Ulrike Langer „Die neuen Kuratiertools“ bei mediummagazin.de).

Offensichtlich hat sich in experimentierfreudigen Zeitungsredaktionen jedoch Storify als besonders nützlich erwiesen. In Tutzing berichteten Uwe Renners von den Westfälischen Nachrichten und Andreas Jöckel von der Rhein-Zeitung, dass sie schon länger mit diesem Werkzeug arbeiten und es auch in die Onlineseiten ihrer Zeitungen mit Hilfe eines einfachen Codes einbetten. Bei der Rhein-Zeitung in Koblenz wird alles kuratiert, was bewegt – vom „Rhein in Flammen“, über den „Twetterdienst“ bis zur Ufosichtung zur Geisterstunde.

Das rät Andreas Jöckel

[http://www.youtube.com/watch?v=sSbPFjukiik]

40.000 Views

Wie viele Klicks man mit neu zusammengestellten Nachrichten und Informationen aus dem Netz erreichen kann, zeigen die Ruhr-Nachrichten. Sie haben es mit ihren Dortmunder Netzfundstücken bereits auf 40.000 Views gebracht.

Dortmunder-Netzfundstücke

Dortmunder-Netzfundstücke


Storify auch bei der Wahl

Aber auch Uwe Renners von den Westfälischen Nachrichten kann sich über mangelndes Interesse nicht beschweren. Bei seinen kuratierten Geschichten rund um Thomas Gottschalks letzte Wetten-dass-Sendung oder das eingestürzte Stadiondach in Twente gab es jeweils fast 9000 Views.

[http://www.youtube.com/watch?v=rE2J1HhF5Bg]

Linktipp

Auch der Journalist Konrad Weber hat in seinem Blog anschaulich beschrieben, wie man mit dem seit April 2011 bestehenden Tool Storify Inhalte aus Social Networks neu zusammenstellt und mit zusätzlichen Text-, Video- und Bildelementen anreichern kann.

Mit Journalistischer Sorgfaltspflicht Kuratieren

Bei allem sollte man jedoch die journalistische Sorgfaltspflicht nicht vergessen. Auch beim Kuratieren mit Microblogging-Werkzeugen muss man seine Quellen verifizieren und das Urheberrecht achten. Dass es aus urheberrechtlicher Sicht nicht immer unproblematisch sein könnte, wenn man Bilder, Videos, Tweets oder Websites in seine eigene Story neu einbettet, hat Henning Krieg bei Onlinejournalismus unter dem Schlagwort „Einbetten in der Grauzone“ beschrieben.