Aufgezeichnet – Graphic Recoording auf dem Forum Lokaljournalismus

 

Graphic Recording ist die visuelle Begleitung von Gruppenprozessen, Diskussionen oder Vorträgen. Ruth Rindlisbacher war visuelle Begleiterin auf dem 22. Forum Lokaljournalismus in Bayreuth. Mit ihr sprach Von Anke Vehmeier.

 

Wie funktioniert Graphic Recording?

 

Während die Teilnehmenden zuhören, verbinden diese ihre eigenen Bilder im Kopf mit einem vor ihren Augen in Echtzeit entstehenden „großen Bild“. Dadurch werden Inhalte und Zusammenhänge sichtbar und erlebbar gemacht. Meine Aufgabe ist das Hören, Spüren, Analysieren, dann Struktur geben und auf Papier festhalten. Und das alles möglichst schnell.

 

Wie entsteht das Bild?

 

Inhalt zuerst ist die Maxime – deshalb schreibe ich Schlagworte oder Originaltöne mit. Die Grafiken und Cluster entstehen dann auf dieser Basis. Zu großen Themenfeldern arbeite ich mich im Vorfeld natürlich ein.

 

Wenn Sie Ihr Bild beschreiben, was sagt es?

 

Es zeigt die ganze Vielfalt der Themen während der Diskussion: kontroverse Aussagen, Übereinstimmungen, offene Fragen, Analysen, Vorschau auf Bedürfnisse, Trends und Anregungen.

 

Wie ist es zu lesen?

 

Es liest sich von der Mitte ausgehend, im weiteren Verlauf themenmäßig andockend. In den jeweiligen Rahmen ist das Zusammengehörende erfasst. In diesem Falle ist jedoch das Wichtigste wirklich für jeden etwas anderes!

 

Was ist die zentrale Aussage?

 

Die zentrale Aussage ist sichtbar, in der Dynamik, wie ich sie empfunden habe: Die Diskutanten befinden sich auf einer „Drehscheibe“, es geht um Zusammenhalt; gerne und auch provokant miteinander diskutieren; den Tatsachen nicht ausweichen und in Bewegung bleiben. Wichtig ist auch der Schlusssatz eines Moderators (links über der Kamera) in der Sprechblase: „Wenn denn was hilft… nicht Larmoyanz“ (Ein Aufruf!).

 

Mehr Infos: www.aufzeichnen.at

Stefan Wirner

Stefan Wirner ist Redaktionsleiter der drehscheibe.

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