Außerhalb der Norm denken

„Geschichten, die Spaß machen, sind zuallererst mal Geschichten, die den Autoren Spaß machen. Und die logische Folge ist, es macht auch den Lesern mehr Spaß.“ Mit einem breiten Grinsen beginnt die freie Journalistin Gabi Pfeiffer ihren Vortrag, in dem es vor allem um eines geht: Anders denken und daran Spaß haben.

Pfeiffer

Los geht es mit dem Wortspiel „Tic Tac Bum“, bei dem eine tickende Bombe weitergereicht wird und wer immer die Bombe hält, sollte ein Wort bilden mit der jeweiligen Silbe, die anfangs festgelegt wird. „Vor“ gibt die Richtung an und die Bombe wandert quer durch den Raum. Vorwärts, Vorspiel, Vorderhaus – „Ich bin beeindruckt, wie viel Ihnen eingefallen ist“, sagt Pfeiffer, „aber ich glaube, es war auch besonders leicht.“

Spiel

Silben könnten auch bei Schlagzeilen helfen, meint Pfeiffer. Andere Regeln, die „anders arbeiten“ lassen:

Pfeiffer_anders arbeiten

Zu jeder dieser Schlagworte zeigt Pfeiffer Beispiele, die hier als Anregungen zusammengefasst sind. „Ich wünsche mir mehr Quatsch in der Zeitung!“ sagt die freie Journalistin, die sich im klassischen Tageszeitungsgeschäft nicht so wohlfühlte und deshalb heute beim Obdachlosenmagazin Straßenkreuzer mitmischt, wo sie Projekte wie zum Beispiel „Ice-Tiger Marc Seliger zieht sich aus“ macht. Das ist ein Daumenkino bei dem die Leserschaft zuschauen kann, was sich hinter dem Spieleranzug des Eishockey-Manns verbirgt.

Pfeiffer rät den Journalistinnen und Journalisten, sich Lieblingsthemen zuzulegen, „um auch motiviert zu bleiben“. Und was beflügelt die Fantasie ganz besonders? „Strenge Regeln und Formate.“

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