Di Lorenzos Rede beeindruckt

Bilanz nach dem ersten Tag des Blitz-Forums Lokaljournalismus: Am meisten beeindruckt waren die Teilnehmer von der Rede des Chefredakteurs der Wochenzeitung „Die Zeit“.

„Di Lorenzo hat Recht, wir dürfen nicht anfangen, unsere eigene Branche selbst tot zu schreiben, wir müssen mehr Selbstbewußtsein entwickeln“, meinte beispielsweise Dirk Baldus, stellvertretender Chefredakteur „Die Glocke“ im westfälischen Oelde. Wenn das ein Ergebnis des Forums ist, dann sei das toll.

[http://www.youtube.com/watch?v=DMSRdSW5Zb8]

„Weil er das gesagt hat, was wir Wissenschaftler schon seit vielen Jahren sagen“, war auch Dr. Wiebke Möhring“, Professorin an der FH Hannover äußerst angetan von Giovannis Rede beim Lokaljournalistenforum. Gemeinsam mit Dr. Sonja Kretzschmar und Lutz Timmermann hat die Wissenschaftlerin 2011 ein Buch zum Thema Lokaljournalismus veröffentlicht.

„Es war ein Mutmacher“, meinte auch Helmuth Rücker von der Passauer Neuen Presse. Allerdings hätte er sich von den anschließenden Diskussionsrunden noch mehr erwartet. Die Themen seien nicht mehr ganz neu gewesen. Ähnlich äußerte sich auch Martin Krigar, Chefredakteur beim Westfälischen Anzeiger in Hamm und forderte mehr Praxisbezüge.

Der Chefredakteur des Hanauer Anzeigers, Dieter Schreier, nimmt vom ersten Tag des Forums mit, dass die Zeitungsmacher gut überlegen sollten, ob sie jede Empörungswelle mitmachen müssen. „Wir sollten darüber nachdenken, ob wir nicht auch eine Funktion haben in der Politik, die die Demokratie fördert und nicht nur dazu da ist, Politiker runterzuputzen und fertig zu machen.“

  • © Copyright 2016 drehscheibe. Alle Rechte vorbehalten.
Top