Party? Qualitätsmanagement? Warum nicht mal beides verbinden, fragt Sonja Kretzschmar.

Wie kommen Medienforschung und journalistische Praxis zusammen? Wie können sie voneinander profitieren? Prof. Dr. Sonja Kretzschmar sollte es wissen, denn sie ist eine Grenzgängerin. Seit September 2010 vertritt sie den Lehrstuhl für Medien- und Kommunikations­wissenschaft an der Zeppelin University Friedrichshafen, zugleich ist sie Mitglied im Projektteam Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung. In dieser Runde von Praktikern aus Zeitungsredaktionen nimmt Sonja Kretzschmar, wie sie im Video erzählt, eine „Hubschrauber-Perspektive“ ein. Aber in einem so grundlegenden Umbruch, wie ihn die Medienbranche gerade erlebt, sei es eben sinnvoll, die Wissenschaft zu integrieren. Auch wenn man von den Forschern keine Unternehmensberatung erwarten darf. Einen konkreten Vorschlag hat Sonja Kretzschmar aber doch für die Zeitungshäuser: Warum nicht eine Oscar-Verleihung im eigenen Haus installieren, auf dem jährlich die besten Beiträge in verschiedenen Kategorien prämiert werden.

Kommentare (2)

  1. Ganz tolle Idee.
    Da wäre ich gerne dabei. Zur Zeit stosse ich mit http://www.mqa.ch als Evaluator von QS-Systemen bei Medienhäusern auf ganz interessante Verfahren der Qualitätssicherung, die sicherlich preisverdächtig sind.
    Im Schweizer „Verein für Qualität im Journalismus“ konzipieren wir gerade eine Tagung, die genau diese Idee der Award-Verleihung aufnimmt: http://www.quajou.ch/
    Lasst uns das über die Grenzen hinaus zusammenspannen.

  2. Beim Thema Preisverleihung für Redakteure musste ich zuerst an Gabor Steingart denken, der zur Belohnung für eine Erwähnung in der Tagesschau mit dem jeweiligen Redakteur schick essen geht. Außerdem „gibt [es] ja noch eine andere Liste für die, die es in die Agenturen geschafft haben. Die erhalten am Jahresende eine Geldprämie von 3.000 Euro.“ (http://bit.ly/g1Zt1R)

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