Nicht der Einzelne, sondern das Team ist der Tausendsassa

Bild: pj_in_oz/flickr

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Interviewtermin bei Arbeitsgruppe 3 mit Medienberater Steffen Büffel: Der Mann aus der Praxis macht Mut! Manche seiner Thesen hat die Gruppe bereits selbst als Ziel für das neue Rollenverständnis von Redakteuren und Redaktionen herausgearbeitet. So sagt Büffel die „Rückbesinnung 2.0“ voraus. Die neue Rolle der Journalisten ist nämlich in Wahrheit eine uralte: Lokaljournalistische Kernkompetenzen und die optimale Vernetzung sind mehr denn je gefragt bei der Aufgabe, seriöse Nachrichten zu filtern und zu verbreiten, heutzutage auf vielen Kanälen. Die Verbreitung ist deshalb eine Sache der Vernetzung: Nicht der Einzelne, sondern das Team ist der Tausendsassa. Losziehen mit Kamera und Mikro ist also nicht unbedingt angesagt für den langjährigen Printredakteur, wohl aber die vorurteilsfreie Kooperation mit demjenigen, der diese Instrumente ohne großen Zeitverlust bedienen kann. Dafür ist eine enge Zusammenarbeit aller am Produkt Zeitung Beteiligten notwendig. Die lohnt sich auch, denn das Interesse an Lokalem im Netz ist groß. „Lokales nach vorn“ bestärkt Büffel Lokaljournalisten in ihrem neuen Selbstvertrauen. Und die Gruppe hat noch viele weitere Thesen aufgestellt, die dieses Selbstvertrauen durchaus rechtfertigen!

Kommentare (4)

  1. Bravo, bravo, bravo.
    Bei allem hektischen Hinterherhächeln des aktuellen Online-Hypes sollte man die Grundlagen nicht vergessen: Qualitätjournalismus, der mit seriöser, nachprüfbarer und zuverlässiger Berichterstattung den Leser bindet. Gerne auch mit einem Spritzer Charme in der Schreibe. Wenn dann noch in der Redaktion täglich um die besten Themen gestritten wird, dann kommt „Lokas nach vorn“. Doch wo gibt es diese Insel der glückseeligen Lokaljournalisten noch. Nehme gerne Hinweise entgegen.

  2. „Lokales nach vorn“, eine Aussage, die wohl jeder Lokalredakteur ohne Wenn und Aber unterschreiben kann. Informationen über die verschiedene Themen werden heute in den sozialen Netzen wie beispielsweise Twitter oder Facebook in Massen verbreitet. Dies aber macht den professionellen Journalismus nicht überflüssig. Im Gegenteil.

  3. Wenn wir unsere Arbeit gut machen, gibt es vor allem im Lokalen niemand, der unsere Qualität und unsere Recherchiertiefe erreichen kann – trotz Überlastung und Termindruck. Sofern sich das Team gut ergänzt und jeder bereit ist, neugierig zu bleiben. Und für sich jeder den Schluss zieht, dass er über neue Entwicklungen (Online, Facebook, Twitter…) Bescheid wissen muss, sie als Quellen nutzt wie den kommunalen Haushalt auf Papier oder die Pressemitteilung. Dann können wir auch getrost aufhören, in Sack und Asche zu gehen und allenthalben schon einmal das Ende unseres Berufsstands im Kalender zu markieren!

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