Der Tretmühle entkommen

Lokaltrott vermeiden, -politiker aus der Reserve locken, neue Recherchewege erschließen und Input aus allen Himmelsrichtungen bekommen: Das sind nur ein paar wenige Ansprüche, die 35 Lokaljournalistinnen und -journalisten von Heide ganz im Norden über Mühlhausen bis nach Bad Tölz im Süden Deutschlands haben. Sie trafen einander heute Nachmittag zum Auftakt des Modellseminars „Und ewig grüßt der Landrat – Wie Redaktionen der lokalpolitischen Tristesse entkommen“ in der Theodor-Heuss-Akademie im beschaulichen Gummersbach.

Das aktuelle Progamm gibt es hier: Programm: Und ewig grüßt der Landrat

Theodor-Heuss-Akademie

Theodor-Heuss-Akademie

Nach einer enthusiastischen Eröffnungsrede des Akademieleiters Klaus Füßmann – „Sie stellen Öffentlichkeit her – das ist großartig“ – ging es schon weiter mit der Vorstellungsrunde. Die Paare fanden über (lokal/sozial)politische Stichworte wie etwa „Hartz“ – „IV“, „Steinbrück“ – „Stinkefinger“ oder „Kölsch“ und „Klüngel“ zusammen, die für so manches Gelächter sorgten.

vorstellungen in halle

Neben der Erweiterung des geografischen Spektrums wurde eines schnell klar: Zu viele leere Seiten mit zu wenig Mitarbeitern zu füllen, tut keiner Zeitung gut, oder wie es ein Redakteur ausdrückte: „Ich liebe meinen Beruf, aber meinen Job finde ich manchmal ganz schrecklich.“ Diverse Gegenmittelchen, um dem Alltagstrott und im schlimmsten Fall der Hochberichterstattung zu entkommen, wollen die Teilnehmer diese Woche aufspüren und weiterentwickeln.

Spannend geht es gleich heute Abend weiter: Im Gespräch mit Jürgen Roters, Oberbürgermeister der Stadt Köln, spürt der Chefredakteur des Nordbayerischen Kuriers Joachim Braun der alten Hassliebe zwischen Lokalpolitikern und Journalisten nach.

Modellseminar: Lokalpolitik

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