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Die drehscheibe bei der Abreise vom 26. Forum Lokaljournalismus.

Ciao, Ingolstadt und Eichstätt!

Um 12 Uhr 45 hat Anke Vehmeier, die Leiterin des Lokaljournalistenprogramms der Bundeszentrale für politische Bildung, das 26. Forum Lokaljournalismus für beendet erklärt. Hinter allen Beteiligten liegen drei Tage voller Diskussionen, Input, Anregungen, Ideen und lebhaften Austausches. Die drehscheibe wird hier auf dem Blog in den kommenden Tagen weitere Nachberichte zu einzelnen Panels veröffentlichen. Und nicht verzagen: Nach dem Forum ist vor dem Forum. Wir sehen uns wieder. Bis dahin gilt: Bleib anders. Bleib lokal. Ihre Redaktion drehscheibe.

Nina Müller (Foto: Marcus Klose, drehscheibe)

Lokaljournalismus im Hörsaal

Die Studentin Nina Müller von der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt (Foto: Marcus Klose, drehscheibe) Am Nachmittag des ersten Tages des Forum Lokaljournalismus trafen Wissenschaft und Lokaljournalismus aufeinander. Zwei Journalistik-Studentinnen der KU Eichstätt-Ingolstadt stellten ihre Masterarbeiten zu den Themen KI und Produktinnovationen auf Social Media vor. „Dieses Foto ist nicht echt.“ Mit diesen Worten eröffnete Nina Müller ihren Vortrag zum Thema „Auswirkungen KI-generierter Bilder und Videos auf den Journalismus“. Auf der Leinwand im Konferenzraum des Tagungshotels Ingolstadt zeigte sie am Mittwochnachmittag das Bild eines kleinen Jungen in einem Trümmerhaufen. Doch die vermeintlich authentische Aufnahme aus dem Gazastreifen war ein Fake, wie die Vortragende schnell klarstellte. Das Bild wurde mithilfe einer Künstlichen Intelligenz erstellt. In ihrer Masterarbeit befragte die Studentin Medienschaffende zu ihrem Umgang mit solchen künstlich generierten Bildern. Die Journalistinnen und Journalisten zeichneten dabei ein ambivalentes Stimmungsbild. Während einige KI-Bilder als Chance für ihren Berufsalltag wahrnahmen, wurde auch auf Risiken aufmerksam gemacht. Vielfach wurde auf die Gefahr von Desinformation hingewiesen. Die Studentin machte auch auf ein unterschätztes Problem aufmerksam, den sogenannten Algorithmic Bias. Denn KI’s reproduzieren häufig …

(V.l.) Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Marie Todeskino (Leiterin Digitale Lokale-Strategie bei Ippen-Media), Gerd Schneider (Chefredakteur des Donaukuriers in Ingolstadt) und Annika Sehl (Professorin für Journalismus mit Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft, KU Eichstätt-Ingolstadt) (Foto: Marcus Klose/drehscheibe)

Polarisierung und anhaltende Krisen

Thomas Krüger (Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung), Marie Todeskino (Leiterin Digitale Lokale-Strategie bei Ippen-Media), Gerd Schneider (Chefredakteur des Donaukuriers in Ingolstadt) und Annika Sehl (Professorin für Journalismus mit Schwerpunkt Medienstrukturen und Gesellschaft, KU Eichstätt-Ingolstadt) (Foto: Marcus Klose/drehscheibe) Das erste Podium des 26. Forums Lokaljournalismus widmete sich sogleich einem der brennendsten gesellschaftlichen Themen der Zeit: „Polarisierte Debatten: Was kann und soll Lokaljournalismus in Zeiten der gesellschaftlichen Spaltung leisten?“ Auf dem Podium vertreten waren Gerd Schneider, Chefredakteur des Donaukuriers aus Ingolstadt, Prof. Dr. Annika Sehl, Professorin für Journalistik an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt, und Marie Todeskino, Leiterin Digitale Lokal-Strategie bei Ippen-Media. Moderator war Thomas Krüger, Präsident der Bundeszentrale für politische Bildung. Die Diskussion umfasste ein weites Feld, es ging um die mögliche gesellschaftliche Spaltung, die aufgeladene Stimmung im Land, um Echokammern genauso wie um die Gefahren von Desinformation oder die Möglichkeiten von Künstlicher Intelligenz. Krüger zitierte zunächst aus der repräsentativen Studie „Wie wir wirklich leben”. Die Studie habe gezeigt, dass die Mehrheiten in unserem Lande hinter der freiheitlich-demokratischen Grundordnung stünden, aber die Akteure hinter der Grundordnung …

KI wird den Lokaljournalismus verändern. (Foto: AdobeStock/metamorworks)

Intelligent in die Zukunft

Künstliche Intelligenz verändert die Medien und den Journalismus. Welche Chancen bieten KI-Anwendungen im Lokaljournalismus? Welches Potenzial steckt in Technologie und Tools – und welche Risiken? Darüber werden wir uns am 26. Forum Lokaljournalismus vom 10. bis 12. April 2024 in Ingolstadt und Eichstätt austauschen.
 Auf dem 26. Forum Lokaljournalismus der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb werden die drängenden Themen im Lokaljournalismus diskutiert. Die KI ist nur eines davon. Darüber hinaus analysieren renommierte Referentinnen und Referenten gesellschaftspolitische Entwicklungen und spannende Workshops präsentieren praxistaugliche Lösungen. Das Forum findet statt vom 10. bis 12. April 2024 in Ingolstadt und Eichstätt. Es erwartet Sie eine exklusive Plattform zum praxisorientierten Austausch für Entscheiderinnen und Entscheider, Macherinnen und Macher im Lokaljournalismus. Das Projektteam Lokaljournalisten (PLJ) und die bpb veranstalten die Tagung in Kooperation mit der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt und dem Donaukurier. Die drehscheibe wird hier auf dem Blog live vom Forum berichten. Mehr Infos gibt es hier. (Foto: AdobeStock/metamorworks)