Aufruhr im Lokaljournalismus

drehscheibe_0711_200Heute beginnt das Modellseminar „Stuttgart 21 ist überall“, das wir hier im Blog begleiten werden. Lokaljournalisten aus ganz Deutschland treffen sich in Rostock, um darüber zu diskutieren, ob das Aufbegehren der Bürger eine Chance für den Lokaljournalismus darstellt. In vier Arbeitsgruppen soll es darum gehen, wie Lokalredaktionen Politik machen können, welche Rolle soziale Netzwerke für die Arbeit der Lokalredakteure in Zukunft spielen, wie eine moderne Lokalzeitung aussieht und auf welche Weise politische Geschichten spannend erzählt werden können. Mehr zu den einzelnen Themen und das Programm gibt es hier. Begleitend zum Modellseminar bietet die drehscheibe auch ein Sonderheft und ein Online-Dossier an.

Kommentare (12)

  1. Na denn viel Spaß! Die Bundeszentrale hat wahrscheinlich wieder eine hervorragende Unterkunft heraus gesucht, so dass das Ambiente stimmt.

  2. Das ist der Wind der Bürger, der euch entgegen weht.

  3. Die Vorstellungsrunde zeigt, dass die Teilnehmer zum Teil beides sind: Wutbürger und Mutbürger. Das gibt spannende Diskussionen.

  4. Stuttgart 21 ist tatsächlich überall: Die Teilnehmer haben viele Bespiele aus ihren Heimatredaktionen.

  5. Erste Erkenntnis nach der Vorstellungsrunde: Deutschland scheint sich ja doch zu einer Nation der Protestler zu entwickeln. Leise Hoffnung auf einer wachere Nation ist hier also angebracht. Vielerorts schießen Bürgerinitiativen aus dem Boden, nicht nur im eigenen Verbreitungsgebiet (Kreis Saarlouis im Saarland) oder in Stuttgart. Auf die konkreten Erfahrungen der Kollegen bin ich sehr gespannt.

  6. Lokaljournalisten aus ganz Deutschland in Rostock… finde ich wirklich klasse. Die Themen der 4 Arbeitsgruppen hören sich sehr interessant an. Allen Teilnehmern wünsche ich viel Erfolg bei der Ausarbeitung der Themen.

  7. Schön wäre es, wenn das Programm der Woche für die Außenstehenden wie mich auch irgendwo sichtbar wäre: Also wann welcher Vortrag und so…

  8. Der Kaminabend brachte die erwartet spannende Diskussion, nix weichgespült, nix Schmusekurs. Lokaljournalisten bei Bürgerprotesten zwischen allen Stühlen: Vor allem müssen Recherche und Berichterstattung sauber sein, meint Jürgen Haar, Chefredakteur der Sindelfinger Zeitung. Und eine Auferstehen erlebt das Pro & Contra.

  9. Hochspannendes Thema gerade jetzt, wo die Bürgerproteste in Spanien heiße Diskussionen im Netz über die Rolle und Reaktion der Medien auslösen: http://yuccatree.de/2011/05/spanien-die-revolution-findet-nicht-statt-jedenfalls-in-den-medien
    Nicht nur bei uns, sondern gerade auch in Spanien, wo die Bürger sehr enttäuscht sind und Distanz zur Presse nehmen. Bravo, aktueller könnte Euer Seminar gar nicht sein! Ich wünsche Euch ganz viel Output 🙂
    Habe übrigens gerade gehört in einem Internet-Radio-Interview, dass Leute von cams21, die ja ein Gegenpol zur offiziellen Berichterstattung über Stuttgart 21 sein wollen, am heutigen Dienstag nach Madrid fliegen. Das ZDF-Auslandsjournal will sie zu ihrer Unterstützerrolle in den spanischen Protesten (cams34 – 34 steht für die Vorwahl von Spanien) interviewen und was das mit Stuttgart 21 zu tun hat. Der Beitrag soll dann am Mittwoch im ZDF-Auslandsjournalausgestrahlt werden.
    Grüße nach Rostock – Inge

  10. Mich irritiert ja der Satz:“wie Lokalredaktionen Politik machen können“.
    Sollen Redaktionen nicht versuchen zu berichten und Hintergründe liefern, damit der Leser selbst entscheiden kann? Meinungsmache haben wir eigentlich mehr als genug..

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