Barbara Zinecker (links) und Stefan Voß. (Foto: Gabi König)

Regeln für den Faktencheck

Die erste Veranstaltung des Tages: Stefan Voß, Leiter Verifikation der dpa, sprach darüber, was bei einem Faktencheck zu beachten ist. Barbara Zinecker (Nürnberger Nachrichten) moderierte.

Gibt es ein Journalistenleben ohne Social Media? „Nein“, sagt man bei der dpa. Man müsse alles im Blick haben, „verifizieren und einordnen“, sagt Stefan Voß, Leiter Verifikation bei der dpa. Wie aber umgehen mit Inhalten aus Netzwerken wie Facebook, Twitter und Co.? Zunächst gehe es darum, relevante Inhalte überhaupt zu finden, anschließend müssten sie geprüft werden. Die dpa versteht den Faktencheck „als Dienst an der Demokratie“.

Was sind die Kriterien der dpa für Faktenchecks?

-dpa-Faktenchecks sind Behauptungschecks: Stimmt das? Hat er/ sie das gesagt?

-Checks werden nur gemacht bei gesellschaftlicher Relevanz.

-Es geht nur um Tatsachenbehauptungen, nicht um Meinungsäußerungen.

-Die Sprache des Faktenchecks ist einfach, die Herleitung klar, damit der Leser sie nachvollziehen kann.

-Wichtig ist zu untersuchen: Wie hat der Verfasser die zu prüfende Behauptung gemeint? Wie wurde sie vom Publikum verstanden?

-Der Faktencheck ist gegliedert: Behauptung, Bewertung, Fakten

-Hinweis: Vorsicht bei Satire!

Stefan Wirner

Stefan Wirner ist Redaktionsleiter der drehscheibe.

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