Twitter ist wie Radiohören beim Autofahren

Dr. Peter Tauber, Bundestagsabgeordneter der CDU, gehörte zweieinhalb Jahre zur Enquete-Kommission Internet und digitale Gesellschaft , die sich mit den Auswirkungen des digitalen Wandels auf Politik und Alltag beschäftigte. Tauber selbst bewegt sich mittlerweile wie selbstverständlich im Netz. Sein Twitteraccount @petertauber datiert auf Februar 2009 zurück. „Twitter ist ein klassisches Nebenbeimedium wie Radiohören beim Autofahren“, sagt Tauber.

Tauber bekommt über Social Media mehr Kontakt zu den Wählern und wird durch seine Twitteraktivitäten auch in der Bundespartei selbst stärker wahrgenommen. Ein netter Nebeneffekt zur Profilierung. Selbst seine Homepage www.petertauber.de ist herrlich interaktiv.

[http://www.youtube.com/watch?v=A3necsM0rXk]

Auch wenn bereits viele Politiker Twitter und Facebook als Kommunikationskanal nutzen, wird sich die Bedeutung von Social Media für die politische Kommunikation und damit für den Wahlkampf im Netz in Zukunft noch verstärken, da ist sich Tauber sicher.

Wenn Politiker oder Prominente nicht selbst twittern, sondern twittern lassen, findet Tauber das nicht schlimm. Allerdings rät er dringend davon ab, vorzugeben, dass man selbst die Tweets schreibe.

Welche Schere hat Tauber beim Twittern im Kopf? „Ich sage nur das, was ich auch auf dem Marktplatz sagen würde – und, ich versuche mich so zu benehmen, dass meine Mama sich beim Bäcker nicht schämen muss“, sagt Tauber verschmitzt.

Das Blog http://www.udldigital.de/twitter_politik/ hat einmal das Twitterverhalten unterschiedlicher Politiker unter die Lupe genommen. Zu Peter Tauber heißt es dort:

„Die Inhalte seiner Tweets sind überwiegend politisch: Neben positiven Meinungsäußerungen, wie zum Beispiel zur Steuerreform auf dem Bierdeckel oder der steuerlichen Gleichstellung eingetragener Lebenspartnerschaften, bekommt auch der politische Gegner, vor allem die SPD, immer wieder einen Seitenhieb ab.“

Das neueste Social-Media-Spielzeug von Tauber heißt Youtube. „Hurra“ nennt der CDU-Abgeordnete seinen wöchentlichen Videopodcast, in dem er seine Woche in Berlin Revue passieren lässt.

Das Interesse hält sich mit ein paar hundert Aufrufen noch in Grenzen, aber das schreckt Tauber nicht ab – auch Twitter kam ja erst langsam, aber dann…

Und glaubt man TV- und Videoexperten wie dem Journalist und Blogger Richard Gutjahr, dann wird Bewegtbild noch der ganz große Hype im Netz. Zwei Themen werden die mediale Zukunft beherrschen: Mobile und Video, schreibt Gutjahr in seinem privaten Blog.

Dafür wäre Peter Tauber dann auch schon mal gerüstet.

Kommentar (1)

  1. Bei uns in Schleswig-Holstein sind im Mai Kommunalwahlen. Da können wir ja mal schauen, wie es die örtlichen Kandidaten mit Facebook, Twitter und Youtube halten.

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